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Fotogalerie vom Theaterviertel ‚150 Jahre festes Theater in Esslingen‘, das vom Verein der Freunde der WLB organisiert wurde. Fotos: Ingeborg Rieber
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Mit Gabriele Muntwiler, Jutta Neumeister, Felix Muntwiler, Sven Seuffert-Uzler und Patrick Mayer Fotogalerie vom Theaterviertel ‚150 Jahre festes Theater in Esslingen‘, das vom Verein der Freunde der WLB organisiert wurde…. Mehr »
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Jonas Martin Schmid und der WLB-Seniorenspielclub Fotogalerie vom Theaterviertel ‚150 Jahre festes Theater in Esslingen‘, das vom Verein der Freunde der WLB organisiert wurde. Fotos: Ingeborg Rieber
Traditionell lädt die WLB einmal im Jahr den Verein zu einem ganz besonderen Theaterabend ein, und diesmal zur Komödie „Venedig im Schnee“.
Kein Wunder, dass kein Platz mehr frei war, als die Schauspielertruppe ein Feuerwerk zündete, das eins zu eins auf die begeisterten Zuschauer übersprang. Das prickelnde französische Verwechslungsspiel mit zwei Paaren in Paris und immer absurderen Geschichten hatte alles parat, was einen höchst amüsanten Theaterabend ausmacht: Spritzige Dialoge, ein Schuss Gesellschaftssatire und glänzend aufgelegte Schauspieler, die gerne zugaben, dass ein begeisterungsfähiges Publikum auch die Protagonisten zu Höchstleistungen bringt.
Bernd Daferner vom Verein dankte der WLB und den Schauspielern Renate Winkler, Diana Gantner, Ralph Hönicke Jonas Martin Schmid und der stückbegleitenden Dramaturgin Sandra Bringer und lud sie noch an die Bar ins WLB-Foyer ein. Dort gab es bei kühlen Getränken für die Zuschauer spannende Gespräche mit den Künstlern, die selbst auch viel Freude daran hatten und erfuhren, dass sie von vielen Sympathisanten umringt waren, die sie auch in ernsten Rollen schätzen und mögen.
Zum großen Jubiläumsfest „150 Jahre festes Theater in Esslingen“ am 26. April wird der Postmichel ganz bestimmt kommen.
Zusätzlich, so hofft der Verein der Freunde der WLB, noch mehrere tausend Besucher, die zusammen feiern und Ausschnitte aus einer großen Theatergeschichte sehen wollen. Hierüber informierte der Verein seine Mitglieder in der WLB-Probebühne, denn in Zusammenarbeit mit der WLB und der Unterstützung durch die Stadt Esslingen und der Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen, wurde ein Programm entwickelt, das es in Esslingen im Zusammenhang mit Theater so noch nicht gegeben hat.
Im Theaterviertel, das vom Postmichelbrunnen über die Ritterstraße bis zur Küferstrasse reicht, mittendrin natürlich das Theater in der Strohstraße, wird auf Bühnen nicht nur eine Kurzversion des Postmichels gespielt, sondern es werden in einer Modenschau Theaterkostüme aus vielen Spielzeiten präsentiert. Theaterszenen werden Esslinger Theatergeschichte zeigen, wie etwa die Operettenära der Nachkriegszeit, wo das „Weiße Rössl am Wolfgangsee“ u.a. das Esslinger Theater bis oben hin füllte.
1864, das Jahr, in dem das neue Theater aus der alten Theaterscheuer entstand, wird in einer Reihe von Theaterszenen und mit entsprechenden Kostümen wieder lebendig. In der „Blauen Insel“ in der Küferstraße wird man auf viele beliebte und unvergessene alte WLB-Schauspieler treffen und im „Theaterschaufenster“ des Modehauses Kögel wird gezeigt, wie viele große Namen schon an der WLB gespielt haben. Die Besucher haben aus über 20 Programmpunkten die Auswahl. Das Programm des Theaterviertels, das von einem Arbeitskreis des Vereins entwickelt wurde, fand große Zustimmung der Mitglieder, die noch weitere Anregungen einbrachten und sich vielfach bereit erklärten aktiv zum Gelingen dieses Großereignisses beizutragen.
Theaterprobe im Schauspielhaus
Irgendwann ist es uns schon begegnet, das Bauernmädchen in Rüstung und mit göttlichem Sendungsbewusstsein. Wir erinnern uns an einen brennenden Scheiterhaufen. Eine historische Frauengestalt, die auch nach 600 Jahren wie keine andere im Gedächtnis der Menschen lebendig geblieben ist.
Bei der Theaterprobe der „Jungfrau von Orleans“ für den Verein in der WLB, wollten die Mitglieder von Chefdramaturgin Katrin Enders nochmals hören, wo dieses Schillerstück historisch angesiedelt ist und welche Fragen der schwäbische Dichterfürst darin aufwirft. Enders erläuterte, dass das Stück auch heute noch eine hohe Brisanz besitzt und uns überlegen lässt: Gibt es sie noch, die Leitfiguren? Und was können sie wirklich leisten. Bei der Probe im Schauspielhaus, die Schauspieler agierten noch ohne endgültige Kostüme, beobachteten die Theaterfreunde die Regieanweisungen von Alejandro Quintana, den Spielfluss und das Zusammenspiel entwickelnd. Mitzuerleben, wie an einzelnen Szenen gefeilt wird, macht es für die Theaterfreunde wieder besonders spannend, bald die Endversion auf der Bühne zu erleben.
Traditionell besucht der Verein der Freunde der WLB einmal im Jahr eine andere Esslinger Kultureinrichtung.
Diesmal war es eine Matinee mit Theateraufführung bei „Kultur am Rande“ in deren Domizil, der Alten Spinnerei, direkt am Kanal, kurz vor dem Kommunalen Kino. Bis auf den letzten Platz besetzt war der heimelige Theaterraum, als das Stück „Betriebsstörung“ begann. Zwei Männer bleiben im Aufzug stecken. Der eine ein Finanzberater, geschniegelt mit Aktenkoffer, der andere wohnungslos.
Trotz entgegengesetzt verlaufender Lebenswege haben sie mehr gemeinsam als gedacht. Die beiden bestens eingestellten Darsteller, Werner Scheck und Werner Bolzhauser, wurden mit langanhaltendem Applaus belohnt. Werner Bolzhauser, der seit 1988 spannende kulturelle Projekte mit und von Wohnungslosen macht, informierte die höchst interessierte Runde nach dem Stück über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins.
Bei einem Glas Sekt und einer Butterbrezel lernten die Mitglieder „Kultur am Rande“ und den Autor des Stücks, Jörg Bida, kennen. Bernd Daferner vom Verein freute sich besonders darüber, dass die neue Kulturamtsleiterin, Dr. Christine Mast, zu der Matinee gekommen war und mit großem Engagement bei den spannenden Gesprächen dabei war. Ein gelungener Sonntagvormittag, der auch noch vom klavierspielenden Autor zu einem fröhlichen kulturellen Happening aufgewertet wurde.
Auf große Resonanz stieß die Einladung des Vereins zur Matinee „Die Physiker“ im Podium I der WLB, bei der die stückbegleitende Dramaturgin Sandra Bringer, die Regisseurin Sandrine Hutinet, der Ausstatter Nicolaus-Johannes Heyse und die Schauspieler Susanne Weckerle, Ralph Hönicke, Robert Eder und Stefan Fent spannend und unterhaltsam in die groteske Dürrenmattsche Komödie „Die Physiker“ und das Regiekonzept einführten.
Die aktuelle Interpretation: Es wird ein Sog hergestellt, der die Gedanken in die Risikozentren des 21. Jahrhunderts lenkt. Der gefährliche Irrglaube soll entlarvt werden, dass eine formelhafte Berechnung des Lebens – egal ob Partnerwahl, Einkauf oder Aktienhandel weder sinnvoll noch möglich ist.
Christa Müller lud im Namen des Vereins der Freunde der WLB im Anschluß zu einem kleinen Empfang ins obere Foyer, wo die Teilnehmer in gemütlichem Rahmen sich mit Schauspielerinnen und Schauspielern und dem Regieteam unterhalten und persönlich kennenlernen konnten. So kreisten die engagierten Gespräche von der Erreichbarkeit der „Weltformel“ im Irrenhaus bis zu der individuellen Rolleninterpretation der Schauspieler.

Angela Richter überreicht der Regisseurin Sandrine Hutinet den Theaterpreis für die Inszenierung von „Effi Briest“. Foto: Inge Rieber
Zwischendurch überreichte Angela Richter vom Verein Sandrine Hutinet den Theaterpreis des Vereins für die Inszenierung von „Effi Briest“, das zum beliebtestes Theaterstück der letzten Spielzeit gewählt worden war. Die Regisseurin erwiderte in ihren Dankensworten, dass ihr die Auszeichnung viel bedeutet und schilderte wie viel Freude ihr seit Jahren die Arbeit in Esslingen macht, weil sie hier die Freiheit der Interpretation in bester Form immer wieder erlebt hat.
Preisverleihung 2013
Beim großen Theaterfest zur Spielzeiteröffnung verlieh der Verein im gut besuchten Schauspielhaus, umrahmt von einem kleinen Bühnenprogramm, die Theaterpreise für die letzte Spielzeit. Entschieden hatte eine engagierte Jury aus Mitgliedern des Vereins, unterstützt durch weitere Mitglieder.
Bernd Daferner lobte das ganze engagierte und talentierte Ensemble. Beliebtestes Stück wurde „Effi Briest“ in der Regie von Sandrine Hutinet, beliebteste Schauspielerin Lara Beckmann, beliebtester Schauspieler Matthias Zajgier. Sonderpreise gab es für das Kinder-und Jugendtheater mit Martin Frolowitz als „Herr Bello“ und die Werkstätten der WLB für gelungene Bühnenbilder.

Erich Saam überreicht den Sonderpreis für die WLB-Werkstätten für gelungene Bühnenbilder an den Technischen Leiter Dieter Höfer. Foto: Roland Geltz
Die Jurymitglieder Angela Richter, Christa Müller, Natascha Richter, Monika Wille und Erich Saam würdigten in kurzen Reden die jeweiligen Preisträger. Intendant Manuel Soubeyrand wies auf die großen Feierlichkeiten zum Jubiläum „150 Jahre festes Theater in Esslingen“ im April 2014 hin, das von WLB und Verein gemeinsam gestaltet wird.
Beim Großen Aktionstag des Stadtseniorenrats Esslingen war auch der Verein der Freunde mit einem Infostand vertreten.
Im persönlichen Gespräch, unterstützt von den Flyern des Vereins, wurden Interessierte von Mitgliedern über die WLB und den Verein informiert.










